Dieser Übersichtsartikel thematisiert den Umgang mit dem Surfen im Internet unter Verwendung eines Screenreaders.
Einleitung
Bringt man als sehende Person einem blinden Nutzer das Surfen im Internet bei oder arbeitet man gemeinsam mit einer blinden Person im Internet, gibt es einige wichtige Aspekte zu berücksichtigen. Denn das Surfen im Internet stellt sich für einen Nutzer mit einem Screenreader anders dar als für einen sehenden Anwender. Es erfordert ein Vielfaches an Zeit und noch mehr an Übung.
Sinnvolle Einstellungen für JAWS und Browser
Grundsätzlich ist es problemlos möglich, mit den Grundeinstellungen von JAWS im Internet zu surfen. Es gibt jedoch ein paar Einstellungen, die man vor dem Surfen ändern sollte. Dazu gehört das Abschalten des automatischen Vorlesens von Webseiten nach dem Laden und das Umstellen des Formularmodus von „automatisch“ auf „manuell“. Diese Einstellungen lassen sich in der Einstellungsverwaltung von JAWS in den Kategorien „Web – HTML – PDF“ und „Formularmodus“ vornehmen.
Bei jüngeren oder weniger erfahrenen Nutzern sollte die Lehrkraft die Einstellungen vornehmen. Bei älteren oder fitteren Nutzern kann man die Einstellungen gemeinsam treffen. Es empfiehlt sich, in der Folgestunde den Schüler nochmals alleine die Einstellungen vornehmen zu lassen.
Browserwahl
Grundsätzlich sind alle drei großen Browser (Microsoft Edge, Google Chrome und Mozilla Firefox) mit JAWS kompatibel. Der Mozilla Firefox reagiert jedoch häufig etwas träge bei der Navigation mit JAWS. Daher empfiehlt es sich, den Microsoft Edge oder Google Chrome zu verwenden.
Der Browser sollte so eingestellt werden, dass entweder direkt beim Start die Startseite von Google oder ein leeres Browserfenster angezeigt wird. Im letzteren Fall befindet sich der Fokus nach dem Start direkt in der Such- und Adressleiste. Weiterhin empfiehlt es sich, Google als Standardsuchmaschine für die Such- und Adressleiste festzulegen.
Kurz auf einen Blick
- Anforderungen: JAWS- und Browser-Einstellungen setzen, Browser einstellen (Standardsuchmaschine, ggf. Google als Startseite)
- Zeitdauer: ca. 15 Minuten
Artikel: Sinnvolle Einstellungen zum Surfen im Internet mit JAWS
Aufbau von Webseiten
Anders als für sehende Personen, für die Webseiten visuell oft sehr ansprechend gestaltet sind – Menüs befinden sich häufig auf der linken Seite des Bildschirms, in der rechten Spalte findet man Zusatzinformationen, und das Suchfeld befindet sich zentral über dem Hauptbereich – ist eine Webseite für einen blinden Anwender linear aufgebaut. Das bedeutet, der Screenreader setzt die Bausteine „Menü“, „Suchfeld“, „Zusatzinfos“ oder den „zentralen Hauptbereich“ untereinander.
Je nachdem, wie eine Webseite programmiert ist, kann die Reihenfolge variieren, in der der Screenreader die Informationen abgreift und darstellt. Davon bekommt der sehende Anwender jedoch nichts mit.
Weit verbreitet sind Webseiten, die zunächst ein oder mehrere zentrale Menüs für den blinden Anwender anzeigen, gefolgt vom Hauptbereich, in dem der zentrale Inhalt der Webseite dargestellt wird. Anschließend werden mögliche Zusatzinformationen oder ein Suchfeld angezeigt. Eine solche Struktur begegnen Nutzer von Screenreadern häufig. Natürlich ist nicht jede Webseite nach diesem Schema aufgebaut. Die Bausteine werden oft in Listen oder Regionen dem blinden Anwender dargestellt, so kommt es z. B. häufig vor, dass Menüs in einer „Navigationsregion“ angezeigt werden.
Wer einen Eindruck davon erhalten möchte, wie sich eine Webseite für den Screenreader-Nutzer darstellt, kann im Browser im Menü „Ansicht“ den Webseiten-Stil auf „Kein Stil“ setzen und erhält so eine visuelle Darstellung.
Die unterschiedliche Darstellung für sehende und blinde Anwender sollte zu Beginn mit dem Schüler besprochen werden, damit später keine Missverständnisse auftreten („Aber in der rechten Spalte steht …“).
Kurz auf einen Blick
- Anforderungen: Über den Aufbau von Webseiten Bescheid wissen
- Zeitdauer: ca. 10 Minuten
Auf Webseiten navigieren
Für einen blinden Nutzer entspricht die grundlegende Navigation auf einer Webseite überwiegend der Navigation in einem Word-Dokument. Dabei gibt es keine großen Unterschiede, ob man JAWS oder NVDA als Screenreader einsetzt. Die Unterschiede finden sich im Detail, so sind z. B. manche Tastenkürzel anders oder die Darstellung von Tabellen unterscheidet sich leicht voneinander.
Mit den Pfeiltasten AUF/AB navigiert man zeilenweise durch die Webseite, mit STRG+POS1 bzw. STRG+ENDE springt man an den Anfang bzw. an das Ende der Webseite. Absatzweise durch einen Text navigiert man mit dem Tastenkürzel STRG+AUF/AB.
Der Screenreader liest bei der Navigation alle Objekte, wie z. B. Überschriften, Listen, Regionen, Tabellen, Formularfelder und Bilder vor und zeigt die Informationen auch auf der Braillezeile an. Für manche Elemente werden Kürzel verwendet, wie z. B. „lnk“ für Link.
Zu Beginn empfiehlt es sich, gemeinsam mit dem Schüler eine einfach gestrickte Webseite, wie z. B. die Startseite von Google, anzuschauen und auf die unterschiedlichen Elemente (Listen, Links, Schalter, Eingabefelder etc.) einzugehen. Hierfür startet man den Browser und öffnet die Webseite.
WICHTIG!
Von Beginn an sollte man dem Schüler beibringen, dass er nach dem Laden einer Webseite STRG+POS1 drückt, damit er immer am Anfang einer Webseite steht. Es kommt oft vor, dass sich der Fokus von JAWS nach dem Laden einer Seite irgendwo auf der Webseite befindet. Beginnt der Schüler von dort aus zu navigieren, übersieht er ggf. den Inhalt, der sich über dem Fokus befindet.
Kurz auf einen Blick
- Anforderungen: Browser öffnen, Startseite von Google öffnen, auf einer Webseite navigieren, über unterschiedliche Elementtypen Bescheid wissen
- Zeitdauer: ca. eine Schulstunde
Artikel: Tastenkombinationen für die Navigation auf Webseiten
Artikel: Mit Lesezeichen effektiver surfen
Artikel: Tabellennavigation auf Webseiten
Schnellnavigationstasten von JAWS
Um bei komplexen Webseiten schnell an das gewünschte Ziel zu gelangen, stehen dem blinden Anwender in allen aktuellen Screenreadern sogenannte Schnellnavigationstasten zur Verfügung, die es erlauben, bestimmte Objekte, wie z. B. eine Überschrift, Liste oder Tabelle, gezielt anzuspringen. Diese Funktion ähnelt sehr der Navigation mit den Navigationsschnelltasten in einem Word-Dokument. Die Navigationstasten sind jedoch im Internet standardmäßig aktiv und müssen nicht gesondert – wie in Microsoft Word – aktiviert werden.
Die wichtigsten Schnellnavigationstasten sind:
- h = zur nächsten Überschrift
- Ziffer 1-9 = zur nächsten Überschrift mit der Ebene 1-9
- r = zur nächsten Region
- l = zur nächsten Liste
- t = zur nächsten Tabelle
- e = zum nächsten Eingabefeld
- f = zum nächsten Formularelement
ACHTUNG!
Wird die Taste UMSCHALT zusätzlich gedrückt, springt man jeweils zum vorhergehenden Element. Ein großes H springt also zur vorhergehenden Überschrift.
Der effektive Umgang mit den Schnellnavigationstasten sollte zwingend mit dem Schüler umfänglich geübt werden. Es ist z. B. möglich, über die Google-Suche nach einem Begriff zu recherchieren (etwas ins Eingabefeld schreiben), anschließend die Suchergebnisse durchzugehen (Überschriftennavigation) und einen gewünschten Suchtreffer mit Eingabe zu aktivieren. Danach wird die ‚neue‘ Webseite analysiert. Wie ist sie aufgebaut (Regionen erkunden)? Hat sie Überschriften oder Listen? Wie komme ich am schnellsten an meine gewünschte Information (Haupttext der Webseite)? Entscheiden, ob die Informationen ausreichen oder ob die Webseite nicht geeignet ist. Bei Bedarf zurück zu den Suchergebnissen navigieren und von dort einen alternativen Suchtreffer öffnen. Das Ganze wiederholt sich nach dem gleichen Schema, immer mit Hilfe der Schnellnavigationstasten.
Die oben genannten Schritte zum Recherchieren nach Informationen klingen recht einfach, erfordern jedoch ein hohes Maß an PC-Kompetenz. Fast jedem Schüler stellt das vor große Herausforderungen, die nur mit sehr viel Übung, die nicht nur im Unterricht erfolgen kann, Schritt für Schritt verbessert werden können.
Kurz auf einen Blick
- Anforderungen: Nach Begriffen über die Google-Suche recherchieren, Schnellnavigationstasten wie z. B. Überschriften, Listen, Regionen etc. einsetzen, Webseiten auf ‚Tauglichkeit‘ analysieren, bei Bedarf eine Alternativseite öffnen
- Zeitdauer: 2-3 Unterrichtsstunden, muss oft geübt und wiederholt werden
Artikel: Liste der Schnellnavigationstasten für das Web
Umgang mit dem Formularmodus
Möchte man Text in ein Eingabefeld eingeben oder muss ein komplettes Formular ausgefüllt werden, sollte man mit dem Umgang des Formularmodus vertraut sein. Direktes Schreiben in ein Eingabefeld ist aufgrund der Schnellnavigationstasten nicht möglich.
Sobald ein Formularelement, wie z. B. ein Eingabefeld, den Fokus besitzt, kann mit EINGABE der Formularmodus (Schreibmodus) aktiviert werden. Anschließend kann mit der Tastatur Text eingegeben werden. Hat man die Eingabe beendet, wird der Formularmodus mit der Taste ESCAPE deaktiviert. Alternativ wird der Formularmodus durch das Betätigen eines Schalters, wie z. B. „Anmelden“, beendet.
Muss man ein komplettes Formular ausfüllen, gelangt man mit TAB zum nächsten Formularelement.
Das Verhalten bei Formularen ist bei den meisten Screenreadern gleich oder sehr ähnlich. Häufig besitzen sie nur andere Bezeichnungen für den Formularmodus, aktiviert wird er jedoch meist mit EINGABE und wird mit ESCAPE beendet.
Viele Screenreader haben seit einiger Zeit auch einen automatischen Formularmodus. Dieser aktiviert sich automatisch, sobald man z. B. über ein Eingabefeld navigiert. Sobald man den Pfeil nach unten drückt, wird der Formularmodus deaktiviert. Das Aktivieren bzw. Deaktivieren des Formularmodus wird bei JAWS und NVDA durch einen Hinweiston signalisiert.
Manche Anwender bevorzugen den automatischen Formularmodus, während andere lieber den manuellen Formularmodus verwenden. Den gewünschten Modus kann man jeweils in den Einstellungen des Screenreaders festlegen.
Kurz auf einen Blick
- Anforderungen: den Formularmodus betreten und verlassen, Schalter aktivieren, Kontrollfelder auswählen, Text in Eingabefelder schreiben, gewünschten Inhalt aus einer Ausklappliste auswählen.
- Zeitdauer: ca. eine Unterrichtsstunde
Artikel: Umgang mit Formularen auf Webseiten
Die Linkliste
Manchmal ist es sinnvoll, ausschließlich eine Liste der vorhandenen Links auf einer Webseite auflisten zu lassen. Das kann sehr nützlich sein, wenn man den Linknamen kennt, den man auf der Webseite aktivieren möchte. Hierfür kann man mit JAWS+F7 die Linkliste aufrufen. Anschließend kann mit AUF und AB durch die Liste navigiert werden. Auch das direkte Anspringen der Links ist mit den Anfangsbuchstaben möglich. Möchte man z. B. auf den Link „Datenschutz“, kann man in der Linkliste einfach ein „d“ oder „Dat“ eingeben. Drückt man EINGABE auf einen Link, wird direkt die entsprechende Webseite geladen.
Kurz auf einen Blick
- Anforderungen: Linkliste erstellen, Links anspringen und aktivieren.
- Zeitdauer: ca. 15 Minuten
Artikel: Die Linkliste auf Webseiten
Die Überschriftenliste
Genau wie in Microsoft Word gibt es auch auf Webseiten die Möglichkeit, sich eine Überschriftenliste mit JAWS+F6 aufzulisten. Anschließend werden alle Überschriften angezeigt, die restlichen Elemente der Webseite werden ausgeblendet. Wie in Word auch, hat man hier die Möglichkeit, sich nur bestimmte Ebenen anzeigen zu lassen. Eingabe auf eine Überschrift setzt den Fokus an die entsprechende Stelle.
Kurz auf einen Blick
- Anforderungen: Überschriftenliste aufrufen, Überschriften nach Ebenen anzeigen lassen, zur gewünschten Überschrift springen.
- Zeitdauer: ca. 20 Minuten
Artikel: Die Überschriftenliste auf Webseiten
Die Formularliste
Neben einer Link- und Überschriftenliste kann man sich auch auf einer Webseite mit JAWS+F5 eine Liste mit allen vorhandenen Formularelementen anzeigen lassen. Hierüber kann man schnell Eingabefelder, Schalter oder Kontrollfelder anspringen.
Kurz auf einen Blick
- Anforderungen: Formularliste aufrufen, zum gewünschten Formularelement springen.
- Zeitdauer: ca. 15 Minuten
Artikel: Die Formularliste auf Webseiten
Den Internetbrowser bedienen
Neben der sicheren Bedienung einer Webseite über die Schnelltasten und den Listenfunktionen (Formularelemente, Links und Überschriften) ist es ebenfalls sehr wichtig, dass die Schüler ihren Browser bedienen lernen. Hierzu zählt die Fähigkeit, die Such- und Adressleiste zu öffnen, nach Suchbegriffen zu suchen oder direkt eine Webseite aufzurufen sowie das Surfen mit mehreren Browserfenstern und neuen Fenstern. Hierfür stehen zahlreiche Tastenkombinationen zur Verfügung, die der Schüler beherrschen sollte.
Kurz auf einen Blick
- Anforderungen: Adressleiste öffnen, Webseite aufrufen, neuer Tab öffnen, Tabs schließen, zwischen Tabs wechseln, neues Browserfenster öffnen.
- Zeitdauer: ca. 1 Unterrichtsstunde
Artikel: Microsoft Edge – Tastenkombinationen
Artikel: Google Chrome – Tastenkombinationen
Artikel: Mozilla Firefox – Tastenkombinationen
Umgang mit dem virtuellen Cursor
Der virtuelle Cursor sorgt dafür, dass wir die Webseite als ein wordähnliches Dokument dargestellt bekommen, in dem wir die gleichen Tastenkombinationen zur grundlegenden Navigation wie in Microsoft Word verwenden können. Manchmal möchte man das jedoch nicht. Ab und zu bauen Entwickler von Webseiten Tastenkombinationen ein, die z. B. bestimmte Links oder Funktionen aufrufen. Diese können wir nur ansteuern, wenn wir den virtuellen Cursor mit JAWS+Y ausschalten. Anschließend kann man die hinterlegten Kurztasten oder Tastenkombinationen speziell für die Webseite verwenden (siehe nächstes Kapitel). Ist der virtuelle Cursor deaktiviert, kann nicht wie bisher auf der Webseite navigiert werden. Hierfür muss man wieder mit JAWS+Y den virtuellen Cursor einschalten.
Kurz auf einen Blick
- Anforderungen: virtuellen Cursor ein- und ausschalten
- Zeitdauer: 30 Minuten
- Referenz: [10, Umgang mit dem virtuellen Modus]
Der YouTube-Player
Ein sehr gutes Beispiel, bei dem man den virtuellen Cursor verlassen muss, ist der beliebte YouTube-Player. Sobald das Video oder die Musikwiedergabe gestartet ist, stehen einem Kurztasten zur Verfügung, mit denen man die Musik steuern kann. Das funktioniert aber nur bei deaktiviertem virtuellen Cursor. Anschließend kann man die Musikwiedergabe pausieren/starten, vor- und zurückspringen, zum nächsten oder vorhergehenden Titel springen, die Lautstärke verändern etc. Ist die Wiedergabe beendet, kann man mit JAWS+Y den virtuellen Cursor wieder einschalten.
Kurz auf einen Blick
- Anforderungen: Wiedergabe pausieren/fortsetzen, vor- und zurückspringen, lauter/leiser
- Zeitdauer: 30 Minuten
Artikel: YouTube-Player – Tastenkombinationen
Umgang mit progressiven Web-Apps
Eine besondere Herausforderung stellen sogenannte progressive Web-Apps (PWA) dar. Darunter versteht man einen programmähnlichen Aufbau einer Webseite, den man von installierten Programmen her kennt. Ein klassisches Beispiel sind die Webanwendungen von Google (Google Docs und Tabellen). Aber auch die Webanwendung von OneDrive, Microsoft 365 im Web, Outlook usw. sind Beispiele für PWAs. Für einen blinden Anwender ändert sich die Bedienung völlig. Sie entspricht viel mehr einer Bedienung in einem klassischen Programm, wie z. B. Microsoft Word.
Oftmals erkennt der Screenreader automatisch eine PWA (wie z. B. bei Google Docs) und deaktiviert den virtuellen Cursor automatisch. Dann sieht die Oberfläche 1 zu 1 wie ein Programmfenster aus. Nicht immer ist jedoch eine PWA gut mit einem Screenreader zu bedienen. Hier hängt es stark von den Entwicklern ab, ob sie sich an die Kriterien zur Zugänglichkeit gehalten haben. Ist dies der Fall, wie es z. B. bei den Produkten der großen Hersteller (Google, Microsoft oder Apple) eigentlich immer der Fall ist, lässt sich die PWA sehr gut über Tastenkombinationen steuern. Dennoch benötigt das Einarbeiten in eine PWA einiges an Zeit. Aber auch das Navigieren im virtuellen Cursor ist möglich. Hier muss bei JAWS mit JAWS+Y der virtuelle Cursor aktiviert werden. Anschließend lässt sich wie man es von einer Webseite gewohnt ist mit Schnelltasten etc. durch die Webseite navigieren.
Kurz auf einen Blick
- Anforderungen: Eine PWA erkennen, sich in die Bedienung einarbeiten (Recherche nach vorhandenen Tastenkombinationen)
- Zeitdauer: Je nach PWA mehrere Unterrichtsstunden
Umgang mit Cookie-Bannern
Leider gibt es keine einheitliche Möglichkeit zum Annehmen oder Ablehnen von Cookies. Zum Akzeptieren der Cookies eignet sich meistens die Schaltersuche (B) der Schnellnavigation, da die Schalter zum Annehmen oder Ablehnen oft als Schalter definiert sind. Das ist aber nicht immer so. Manchmal ist der Schalter zum Zustimmen nur als Text definiert. Dann kommt man nicht umhin, den Banner händisch durchzugehen und den entsprechenden Schalter zu suchen. Manchmal hat man auch mit der Suchfunktion (STRG+F) Glück, wenn man den genauen Wortlaut des Schalters kennt.
Kurz auf einen Blick
- Anforderungen: Cookie-Banner erkennen und sie ablehnen oder akzeptieren können
- Zeitdauer: 15 Minuten
Fokusverlust
Ab und zu kommt es vor, dass der Screenreader den Fokus auf einer Webseite verliert. Dann ist ein Navigieren auf einer Webseite nicht mehr möglich. Gründe für einen Fokusverlust sind vielfältig und können nicht verhindert werden. Daher ist es wichtig, dass der Schüler weiß, wie er bei einem Fokusverlust wieder auf die Webseite gelangt. Hierfür ist es wichtig, dass der Schüler über den Programmaufbau des Browsers Bescheid weiß. Verliert man den Fokus, hilft es oft, wenn man mit ALT+TAB aus dem Browserfenster springt und erneut mit der Tastenkombination zurückspringt. Kann man immer noch nicht auf der Webseite navigieren, kann man mit der Tastenkombination STRG+F6 den Fokus zurück zum Webseitenbereich setzen.
Kurz auf einen Blick
- Anforderungen: Fokusverlust erkennen und zurück zur Webseite navigieren können
- Zeitdauer: ca. 20 Minuten
Artikel: Umgang mit dem Fokusverlust beim Surfen, was tun?
Effektiver mit der Favoritenleiste surfen
Im Microsoft Edge und im Google Chrome gibt es die Möglichkeit, die Favoritenliste dauerhaft einzublenden. Ist diese Option gesetzt, kann ausgehend von der Webseite mit UMSCHALT+F6 direkt in die Liste navigiert werden. Hier kann man sich mit LINKS/RECHTS durch die angelegten Webseiten navigieren, Eingabe öffnet die Seite, die Kontextmenütaste ruft weitere Optionen auf. Bei häufig besuchten Seiten macht diese Art von Surfen sehr viel Sinn, da es die Effektivität enorm steigert. Jede Webseite kann mit STRG+D zu der Favoritenliste hinzugefügt werden. Beim Edge muss hier dann nur noch ein Favoritenname hinterlegt werden. Als Favoritenordner ist es wichtig, dass die Favoritenleiste ausgewählt ist, damit der Link auch in der gewünschten Leiste erscheint. Öffnet man das Kontextmenü auf einem Link, kann man die Verknüpfung auch wieder löschen. Die Favoritenleiste lässt sich mit der Tastenkombination STRG+UMSCHALT+B ein- und ausblenden.
Kurz auf einen Blick
- Anforderungen: In Favoritenleiste springen, gewünschte Webseite öffnen, Webseite zur Favoritenleiste hinzufügen, Webseite aus der Leiste entfernen, Favoritenleiste ein- und ausblenden
- Zeitdauer: Eine Schulstunde